Rescue-Camp Berlin

 

Bericht vom Rescue Camp in Berlin

vom 24.Juni bis 26.Juni2010

 

Ausrichter war die DRK-Rettungshundestaffel Berlin-City

 

24.Juni 2010 So gegen 17.00 Uhr sind wir in Berlin im Rescue-Camp angekommen und die Frauchen haben erst mal die Zelte auf einem Hundeplatz aufgebaut.

Wir Hunde durften hier nicht mit ins Zelt , sondern schliefen in den Hundeboxen im Staffelbus! 

 Sinnigerweise wurden gleich die Busse nach Teams aufgeteilt. So musste morgens nicht durchsotiert werde.

 

Darf ich vorstellen!! unser Ruheraum und Schlafplatz für das Wochenende
Darf ich vorstellen!! unser Ruheraum und Schlafplatz für das Wochenende

Nachdem die Zelte aufgeschlagen waren, gab es kurz eine Einweisung in die Spielregeln und der Platzordung vom Hundeverein.

Unsere Mappe mit allen wichtigen Informationen über die jeweiligen Stationen. Diese Mappe hat uns durch das ganze Wochenende geführt.

Eine kleine Vorstellung von unserem Team.....

von links an, Silke mit Samjai, Nadine mit Bess, Anja und dann Sibylle und ich

Die Beiden haben das Team komplett gemacht und waren unersetzlich.

Unsere Helferinen

Barbara
Barbara
und ihre Socke
und ihre Socke

Silke
Silke
und ihre damals noch midi Kiki
und ihre damals noch midi Kiki

25.Juni 2010 Der Wecker klingelte um 6.00Uhr, schnell eine kleine Runde mit ging Frauchen, bevor der Marathon los ging. Um 6.30 Uhr gab es Frühstück und dann Aufsitzen und ab mit den Einsatzfahrzeugen zu den einzelnen Stationen. Gleich als Erstes hatten wir (Samjai, Bess und ich) eine Flächensuche (20 Minuten Zeit), wo Bess und auch Samjai gleich jeder eine Person gefunden haben. Ich sollte mit Frauchen die Straße sichern.

 

 


Bei der nächsten Station( ebenfalls 20 Minuten) gab es eine Suche in einem Gebäude! Endlich, endlich durfte ich ans Werk und fand auch gleich eine Person im Haus! So ist er, einfach los und alles rausholen. Danach machte sich Bess auf den Weg und schließlich durfte auch Samjai nachschauen! Dann war die Zeit vorbei!

Ohne lange zu Überlegen, ist Ben ins Gebäude und fand auch eine Person.
Ohne lange zu Überlegen, ist Ben ins Gebäude und fand auch eine Person.

Samjai habe hier auch bei genauerem Hinsehen niemanden gefunden.

Nachmittags gab es dann einen Kriechtunnel, wo es hieß für 2 von uns aus dem Team ihn so schnell wie möglich zu durchqueren!

Diese Übung sollte das Vertrauen und die Teamarbeit zwischen HUnd und Mensch unter Beweis stellen.

Der Tunnel war ein 1 x 1 Meter breiter Holztunnel, der vom 4.Stock runter ins Erdgeschoss führte. Stockdunkel, nur mit einer Taschenlampe gestückt ging es über Löcher, Sackgassen, runter und auch mal wieder hoch, um Ecken, über Hindernisse die von Boden und der Decke in den Tunnel rankten.

Da " schossen" dann Bess mit Nadine und wir in BESTZEITEN durch den Hindernistunnel!!! Suuuper!

 

Das würden wir immer wieder tun, denn das war ein großer Spaß ;-).


25.auf den 26.Juni 2010 war eine Nachtübung geplant! Um 22.00 Uhr ging es 1.Stunde im Konvoi von 20 Fahrzeugen über die Dörfer in ein großes Suchgebiet!

Durch eine Panne wurde es dann ca. 2.00Uhr, bis man hätte mit der Suche beginnen können. Unsere 2.Teams entschieden nun, diese Nachtübung ausfallen zu lassen, da nicht nur die Hunde sondern auch wir völlig müde und unmotiviert waren! Wir fuhren wieder zurück, wo wir um 3.00 Uhr in unsere Zelte schlüpften, um dann gegen  6.00 Uhr wieder zum Frühstück auf zu stehen und bereit für den neuen Wettkampftag zu sein.


26. Juni 2010  Auch an diesem Tag gab es 5 Stationen, wo wir unsere Aufgaben hatten. Es begann mit einem U-Bahn Tunnel!

Wir warten auf unseren Einsatz im Bahnhof und nutzen diese Minuten zur Entspannung.

Hier warten wir auf die Anweisung unserer Staffelleiterin
Hier warten wir auf die Anweisung unserer Staffelleiterin

Erst wurde ich mit Maulkorb bestückt und von Frauchen und Silke in den Bahnhof weg getragen. Das Tragen runter bis zum U-Bahn Schacht und der Maulkorb gehörten zur Pflichtaufgabe.

Ab gings im Laufschritt durch den Bahnhof. Ich wurde dabei immer wieder übergeben, wenn der Mensch nicht mehr konnte.

Bess und Samjai mussten draußen solange warten. warteten draußen.  Auf dem Bahngleis angekommen, durfte der Maulkorb runter. Schnelle Einweisung und ab gings in die Suche. Der Mensch musste vor dem Tunnel stehen bleiben und sollte uns auf Distanz schicken und leiten.

Suchend verschwand ich im Tunnel neben der Bahn und bekam Witterung!  Ich fand ganz hinten in einem Bodenschacht meine erste Person. Dann gings weiter und ich zeigte Frauchen, das ich in der U-Bahn  erneut eine Witterung aufgenommen hatte, doch fand ich den Einstieg nicht in die Bahn. Mein Fehler war, das ich nicht einmal die Nase hoch genommen hatte, denn dann hätte ich ihn gesehen, so blib uns keine andere Wahl und meine Freundin Bess durfte ihr Glück versuchen. Danach kam Samjai an die Reihe. Sie bekam ebenfalls schnell eine Witterung und da diese noch so doll roch,  holte Sie durch bellen ihr Frauchen herbei.! Sie kam und guckte nach......da war niemand drinnen nur eine Isomatte.....auf der kurz vorher jemand gelegen hatte... Fehlanzeige!!  Da hatte Ben kurz vorher eine Person gefunden und ich hatte nur die Restwitterung angezeigt. Schade!

Nach dieser Übung war der Staffel klar, dass wir solch eine Übung trainieren sollten!

Später hieß es dann einen Bunker zu durchsuchen. Bess und ich fanden je 1. Personen im Inneren und Samjai hatte eine Person von oben durch eine Lüftungsklappe gerochen und angezeigt!

Bess und Nadine machen sich fertig
Bess und Nadine machen sich fertig
Auch mein Frauchen durfte nur bis dahin und nicht weiter...
Auch mein Frauchen durfte nur bis dahin und nicht weiter...

Um das Gelände wieder frei geben zu können, gingen wir nach draußen um die Bunkeranlage von hier aus noch abzusuchen.

kurze Lagebesprechung
kurze Lagebesprechung

Danach ging es dann mehr um unsere Frauchen. Hier haben wir nach den Stärken der Hunde und Hundeführer ausgewählt. Unser Teamleiterin Anja schickte Sibylle und ich zum Abseilen!

Das ist genau unser Ding und bringt höllischen Spaß...

Samjai musste für Frauchen ihre Pfote hinhalten (Erste Hilfe am Hund) um hat sich geduldig einen Pfotenverband anlegen lassen.

Nadine mit leichter Unterstützung von Anja unsere Gruppenleiteren und unsere 2Helfer Silke und Barbara hatten dann einen allgemeinen Fragebogen auszufüllen!

Unsere Teamleiterin Anja hatte den schwersten Job an diesem Wochenende. Nicht nur, dass sie die Hunde nach ihren Stärken für die Einsätze planen musste. So war es auch ihre Aufgabe, ihre Menschenteam auf einem positiven Niveau zu halten und zu führen. Aber auch den Paparazzo zu spielen ;-) ;-) ;-*

An dieser Stelle möchte ich erwähnen, das sie das richtig klasse gemacht hatte und diesen Haufen geschickt durch die Tage geleitet hat. Daumen hoch!!!

Die Presse im Schlepptau
Die Presse im Schlepptau

Hier trafen wir auch unser 2.Team bei einer kleinen Pause..


Den letzten Job übernahmen dann Ben und Bess in einem 3stöckigem Haus! Hier hieß es selbständig über 3 Etagen das Haus abzusuchen. Ben hat dann auch innerhalb der 20 Minuten 2 Personen gefunden. Von der dritten Person hatte er die Witterung schnell und ging immer wieder zu dem Punkt, wo der meiste Geruch austritt. Im Einsatz hätte ich nach einen Keller und deren Ausgängen gefragt. Doch hier sollte der Hund anzeigen. Dann lief Ben ins Haus, schwamm durch den durchfluteten Keller und hatte auch die dritte Person angezeigt. Leider kurz nach Ablauf der Zeit und somit

außerhalb der Wertung!

Wir alle waren  fix und fertig und froh, auch unsere letzte Aufgabe hinter uns gebracht zu haben!

Nadine mit ihrer Bess
Nadine mit ihrer Bess

Nach dem Abendessen wurden die Ergebnisse bekannt gegeben und es gab eine Siegerehrung!

Wir konnten es kaum glauben, aber unser Team hat von 15 Teilnehmern den

 

  2. PLATZ

gemacht!!!  Die Freude war riesig !!

 

Unser zweites Team bekam den 5. Platz !

somit waren wir im Namen unserer Staffel sehr erfolgreich hier in Berlin.

Dabei wollten wir nur nicht mit der roten Laterne wieder nach Hause kommen.....

Den 1.Platz machte das Team vom DRK-Dresden, mit gerade mal 0,5 Punkten Vorsprung!!

Herzlichen Glückwunsch!

 

27. Juni 2010  Sonntag war Abreisetag und um 8.00 Uhr gab es Frühstück.

Danach wurden die Zelte abgebaut und alles verstaut.

Noch kurz ein Foto aller Teilnehmer (ohne Hunde) und wir sind gerade eine Runde und nicht dabei. Schade..

noch eines von unseren 2 Teams (hintere Reihe) aus der Nähe

und dann hieß es "aufsitzen" und wir fuhren Richtung Hamburg.


Hier möchte ich noch ein dickes Lob an die Berliner richten, die ein super tolles Rescue-Wochenende organisiert hatten !!!! Danke an die Rettungshundestaffel Berlin-City